Karateschule Frickenhausen

Schule für Budokünste

Capoeira







Geschichte

Ebenso wie in den USA, so gab es auch in Brasilien Sklaverei. Die Sklaven waren gezwungen, auf Zuckerrohr- und Tabakplantagen zu arbeiten und die Nachfrage nach Sklaven war groß. Zurzeit der Sklaverei wurden mehr als zwei Millionen Sklaven aus Afrika nach Brasilien entführt. Sie stammten aus verschiedenen Regionen Afrikas und hatten demzufolge auch verschiedene kulturelle Hintergründe. Die Sklavenschiffe legten in drei Häfen an: Salvador, Recife und Rio de Janeiro.

Die Sklaven in Rio und Recife stammten aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen, teilweise auch aus verfeindeten Stämmen, was es schwierig machte, eine Revolte zu organisieren. In Rio waren in erster Linie Sklaven von Bantu-Völkern während in Recife in erster Linie Schwarze aus West-Afrika waren. Als die Sklaven sich dessen bewusst wurden, dass ihre Situation unumkehrbar war und dass sie zur Sklavenarbeit gezwungen werden sollten, fingen sie an wegzulaufen.

In Recife rebellierte eine Gruppe von 40 Sklaven gegen ihre Sklavenhalter, brachten alle weißen Angestellten um, brannten die Plantagenhäuser nieder und entschieden sich an einen Ort zu fliehen, wo sie vor Sklavenjägern sicher waren. Ihr Ziel waren die Berge, ein Weg, für den sie mehrere Monate benötigten. Wären nicht Indianer gewesen, die ihnen halfen, hätten sie ihr Ziel womöglich nie erreicht. Schließlich erreichten sie einen Ort, der mit Palmen im Überfluss bestanden war und der aus diesem Grund Palmares genannt wurde. Hier wurde eine afrikanische Gemeinde errichtet, die über ein Jahrhundert Bestand hatte; dort wurde auch der erste Capoeira entwickelt.


Was ist Capoeira

Capoeira ist eine Kampfkunst aus Brasilien, die ihren Ursprung in Afrika hat. Es ist eine Form zu kämpfen,

die von den aus Afrika nach Brasilien verschleppten Sklaven entwickelt wurde, um sich gegen die Misshandlungen der portugiesischen Sklavenhalter zu verteidigen. Die "Geburt" des Capoeira fand in den Senzalas statt, den Orten, an denen die Afrikaner eingepfercht wurden. Capoeira stellte gleichzeitig eine geheime Waffe der Afro-Brasilianer dar, die als Tanz "verkleidet" und von Musik begleitet wurde. Viele Leute sehen daher Capoeira nur als Tanz an, andere als Kampfkunst und wieder andere als Religion oder gar kulturelle Identität.
Die Beschreibung von Capoeira variiert daher auch von der Persönlichkeit der ausübenden Personen. Capoeira ist ein indianisch-brasilianisches Wort, das einen kleinen Vogel bezeichnet, bei denen das Männchen überaus eifersüchtig ist und wilde Kämpfe mit Rivalen veranstaltet. Capoeira verbindet Elemente von Tanz, Musik, Ritualen, Akrobatik und Kämpfen.
 

Der Roda
Zur Ausübung von Capoeira wird ein Kreis in den Sand geformt, der Roda. Es wird Musik gespielt und jeder Umherstehende singt und klatscht während zwei Kontrahenten in der Mitte agieren. Das Leitinstrument ist das Berimbau. Ebenso wird eine Trommel, die Atabaqe genannt wird gespielt sowie das Pandeiro, ein Tamburin. Das Berimbau ist ein einsaitiges bogenförmiges Instrument mit einem Klangkörper aus einer Frucht an dem einen Ende. Weitere Instrumente sind die Trommeln Agogo und Atabaqui.
Capoeira umfasst Maculele, mit Klingen aufgeführt, und Maracatu, mit Stöcken.
Während die Kontrahenten in der Roda stehen wird Musik gespielt und die Zuschauer singen.

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